
Mini-Biester, großer Juckreiz – wie du Grasmilben beim Hund vorbeugen kannst
Sie sind winzig, kaum zu erkennen – und trotzdem schaffen sie es, deinem Hund den schönsten Sommertag zu vermiesen: Grasmilben. Nach einem Ausflug durchs hohe Gras tauchen plötzlich kleine rote Pünktchen an den Pfoten auf – und kurz darauf beginnt das große Kratzen und Lecken.
Damit es gar nicht erst so weit kommt, verraten wir dir in diesem Artikel, wie du Grasmilben beim Hund vorbeugen kannst, woran du sie erkennst – und wie du deinem Liebling eine entspannte Outdoor-Saison schenkst.
Grasmilben – was sind das eigentlich für Störenfriede?
Grasmilben – genauer gesagt ihre Larven – sind winzige Parasiten, die sich in Gräsern, Moosen oder am Waldrand verstecken. Von dort aus springen sie auf vorbeikommende Hunde über, saugen sich an der Haut fest und lösen einen hartnäckigen Juckreiz aus.
Diese mikroskopisch kleinen Krabbeltiere tummeln sich gerne in feuchten Wiesen, Waldrändern, Moos oder in ungemähtem Gras – also überall da, wo dein Hund am liebsten herumschnüffelt. Sie sitzen dort geduldig in Lauerstellung und warten auf ein warmes, lebendiges Ziel – zum Beispiel die Pfoten eines vorbeilaufenden Hundes.
So wird dein Hund zum Wirt
Sobald die Larven auf die Haut gelangen, beißen sie sich mit ihren winzigen Mundwerkzeugen fest und sondern dabei einen Speichel ab, der die oberen Hautschichten zersetzt. Das klingt unangenehm – und ist es auch: Der Speichel löst eine allergische Reaktion aus, die sich durch starken Juckreiz, Rötungen oder kleine Pusteln bemerkbar macht.
Der Biss selbst ist so klein, dass man ihn oft gar nicht bemerkt – die Folgen dafür umso mehr:
- Gerötete Haut
- Kleine, juckende Quaddeln
- Krustige Stellen
- Kahle oder aufgeleckte Hautareale
Besonders betroffen sind Stellen mit wenig Fell und dünner Haut – also vor allem:
- Pfoten (zwischen den Zehen und Ballen)
- Bauch und Achseln
- Ohren und Nacken
- Schnauze
Achtung, Hauptsaison! Grasmilbenlarven sind je nach Wetter schon ab April bis ca. Oktober aktiv – gerne in den kühleren Stunden des Tages, also morgens und abends. Genau dann, wenn du mit deinem Hund am liebsten rausgehst.
Vorbeugen statt Kratzen – so schützt du deinen Hund vor Grasmilben

Die beste Strategie gegen Grasmilben? Gar nicht erst in Kontakt kommen. Ganz vermeiden lässt sich das zwar nicht immer – aber mit ein paar einfachen Routinen kannst du das Risiko deutlich senken.
Nach dem Spaziergang schnell handeln, es lohnt sich
Grasmilben sitzen nicht sofort fest. Je früher du deinen Hund nach dem Spaziergang inspizierst, desto besser:
- Kontrolliere Pfoten, Bauch und Ohren.
- Wasche empfindliche Stellen vorsichtig mit lauwarmem Wasser ab.
- Ein feuchtes Mikrofasertuch entfernt oft mehr, als man denkt.
Umgebung sauber halten
Auch im eigenen Garten oder auf der Liegewiese können Grasmilben lauern. Deshalb gilt:
- Mähe regelmäßig den Rasen.
- Entferne Laub, Moos und hohes Gras.
- Halte deinen Hund von besonders dichter Vegetation fern.
Was kann Nature Protect in der täglichen Routine leisten?
Unser Nature Protect ist ein funktionaler Snack, der gezielt für die warme Jahreszeit entwickelt wurde – genau dann, wenn es draußen summt, kribbelt und überall etwas kreucht.
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Wie du Grasmilben beim Hund erkennst – auch wenn du sie nicht siehst
So klein sie sind – die Spuren, die Grasmilbenlarven hinterlassen, sind meist unübersehbar. Zwar kannst du die winzigen Krabbeltiere selbst kaum mit bloßem Auge erkennen, aber dein Hund wird dir ziemlich deutlich zeigen, dass da etwas juckt, beißt oder nervt.
Besonders auffällig wird es an den Pfoten: Dein Hund leckt, knabbert oder schleckt ununterbrochen zwischen den Zehen – oft schon kurz nach dem Spaziergang. Gerade dort setzen sich Grasmilben besonders gerne fest, weil sie engen Hautkontakt und feuchte Zwischenräume lieben.
Aber auch an anderen Körperstellen kannst du typische Anzeichen erkennen:
- Rötungen und kleine Pusteln, vor allem an dünn behaarten Stellen wie Bauch, Achseln oder rund um die Schnauze.
- Krustige Hautpartien oder sogar kahle Stellen, weil dein Hund sich ständig kratzt oder schleckt.
- Starker Juckreiz, der ihn kaum zur Ruhe kommen lässt – manchmal auch verbunden mit Unruhe oder nächtlichem Aufwachen.
Tipp: Wenn du dir unsicher bist, hilft ein Besuch beim Tierarzt. Mit einer Hautprobe oder einem Abstrich kann er unter dem Mikroskop feststellen, ob es sich um Grasmilben handelt – oder ob vielleicht doch eine andere Hautreizung dahintersteckt.
Wichtig zu wissen: Die Symptome treten nicht immer sofort auf. Oft zeigen sich die ersten Reaktionen einige Stunden nach dem Spaziergang, wenn der Speichel der Milben beginnt, die Haut zu reizen. Achte also auch später am Tag darauf, wie sich dein Hund verhält – besonders nach Gängen durch hohes Gras oder Wiesen.
Wenn’s trotzdem juckt – Erste Hilfe bei Grasmilben-Reaktionen

Manchmal ist es wie verhext: Du gibst dir Mühe, achtest auf alles – und trotzdem kommt dein Hund vom Spaziergang zurück und beginnt zu kratzen, zu lecken oder sich nervös an den Pfoten zu knabbern. Keine Panik! Auch wenn Grasmilben unangenehm sind, bekommst du die Symptome mit der richtigen Pflege schnell wieder in den Griff.
Das Wichtigste: Ruhig bleiben und schnell handeln. Denn je eher du reagierst, desto besser kannst du verhindern, dass sich kleine Hautreizungen zu größeren Problemen entwickeln.
Sanfte Reinigung:
Wasche die betroffenen Stellen mit klarem, lauwarmem Wasser ab – besonders die Pfoten, den Bauch und andere gefährdete Zonen. Bei stärkerer Verschmutzung hilft ein mildes Hundeshampoo, um Rückstände und mögliche Reizstoffe zu entfernen.
Lecken und Kratzen vermeiden:
Auch wenn’s schwerfällt: Dein Hund sollte nicht ständig an den gereizten Stellen lecken oder knabbern, denn das verschlimmert die Reizung und kann die Haut zusätzlich verletzen. Wenn nötig, hilft ein Leckschutz oder eine Halskrause – zumindest für ein paar Stunden.
Pflege, die beruhigt:
Verwende eine hautberuhigende Pflege, am besten mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Aloe Vera oder Ringelblume. Auch kühlende Gels oder pflegende Sprays können helfen, den Juckreiz zu lindern und die Haut zu entspannen.
Ab zum Tierarzt, wenn’s schlimmer wird:
Wenn dein Hund sich wund kratzt, sich die Haut entzündet oder der Juckreiz gar nicht aufhört, solltest du den Tierarzt einschalten. Besonders bei offenen Stellen oder starkem Haarausfall ist eine professionelle Behandlung wichtig – damit aus einem kleinen Jucken kein großes Hautproblem wird.
Grasmilben im Garten – warum auch dein Rasen nicht ganz sicher ist
„Im eigenen Garten passiert doch nichts.“ Klingt logisch, oder? Schließlich hast du alles im Blick, dein Hund tobt nicht durch Wildwiesen – und trotzdem juckt er sich nach dem Sonnenbad auf der heimischen Wiese.
Die bittere Wahrheit: Auch der Garten ist kein grasmilbenfreier Raum. Besonders dann nicht, wenn dein Rasen selten gemäht wird, sich feuchte Moospolster zwischen den Halmen bilden oder die Sonne nicht bis in die letzte Ecke scheint.
Denn genau das lieben Grasmilbenlarven: schattige, feuchte, dichte Grasflächen, in denen sie sich ungestört entwickeln können. Und sobald dein Hund sich dort hinlegt, durchs Gras schnüffelt oder sich wälzt, ist der Kontakt schnell hergestellt.
Und was bedeutet das für uns Menschen?
Wenn dein Hund sich ständig kratzt und rote Pusteln an den Pfoten hat, taucht schnell die nächste Frage auf: Können Grasmilben auch auf mich übergehen? Die gute Nachricht: Nein – dein Hund überträgt sie nicht auf dich.
Aber: Die winzigen Larven, die den Juckreiz verursachen, machen keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier. Sie lauern im Gras – und befallen einfach, was sich ihnen bietet. Ob Mensch, Hund oder Katze: Wer barfuß über die Wiese läuft oder sich ins Gras setzt, kann ebenfalls gestochen werden.
Das bedeutet aber nicht, dass dein Hund die Grasmilben mit ins Haus bringt und sie dort auf dich „überspringen“. Grasmilben sind keine aktiven Überträger. Sie wandern nicht vom Hund auf dich – sondern suchen sich jeden Wirt separat, direkt in der Natur.
Auch beim Menschen zeigen sich die Bisse als kleine rote Punkte oder Quaddeln – oft an den Beinen, am Bauch oder da, wo Kleidung scheuert. Es juckt, kann brennen und hält sich ein paar Tage, klingt aber meist ohne Behandlung wieder ab.
Fazit: Kleine Routine, große Wirkung
Grasmilben beim Hund lassen sich nicht ganz vermeiden – aber du kannst einiges tun, um deinen Vierbeiner zu schützen. Regelmäßige Pflege, achtsame Spaziergänge und schnelles Handeln nach dem Gassigehen sind das A und O.
Eine unterstützende Pflegeroutine mit Produkten wie dem Easy Protect Spray von mammaly kann dabei helfen, empfindliche Hautstellen sanft zu schützen – Tag für Tag. So wird der Sommer für deinen Hund wieder das, was er sein sollte: unbeschwert, wild und voller Abenteuer.
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Quellen
Keith A. Hnilica & Adam P. Patterson: Small Animal Dermatology: A Color Atlas and Therapeutic Guide
Heinz Mehlhorn: Parasiten bei Hund und Katze: Vorkommen, Diagnose und Therapie
Christine Löwenstein: Dermatologie bei Hund und Katze: Klinik, Diagnostik, Therapie
M. A. Taylor, R. L. Coop & R. L. Wall: Veterinary Parasitology
Seppo Saari & Frank S. J. G. Epe: Canine Parasites and Parasitic Diseases
FAQ – Grasmilben beim Hund: Weitere häufige Fragen
Die Larven bleiben meist nur wenige Stunden bis maximal zwei Tage auf der Haut – danach lassen sie von selbst wieder los. Trotzdem kann der Juckreiz bis zu 14 Tageanhalten.
Grasmilben setzen sich besonders gerne zwischen den Zehen fest. Der Juckreiz dort ist oft so intensiv, dass Hunde unaufhörlich lecken oder knabbern – manchmal schon kurz nach dem Gassigehen.
Nein, die Hauptsaison ist von ca. April bis Oktober. In besonders milden Wintern oder feuchten Herbstmonaten können sie aber vereinzelt auch länger aktiv bleiben.
Auf den ersten Blick sehen sich die Hautreaktionen manchmal ähnlich – aber es gibt ein paar klare Hinweise, die dir helfen können, Grasmilben und Flöhe auseinanderzuhalten.
Flöhe sind kleine, flinke Parasiten, die sich durch das Fell bewegen und beim Kämmen (mit Glück) entdeckt werden können. Typisch ist auch der sogenannte Flohkot – kleine schwarze Krümel, die vor allem im Kruppenbereich (also rund um den Rückenansatz des Schwanzes) zu finden sind. Wird der Flohkot auf einem feuchten Tuch verstrichen, färbt er sich rötlich – ein klares Zeichen.
Grasmilben hingegen sind winzig – mit bloßem Auge kaum zu sehen – und verhalten sich ganz anders: Sie sitzen meist unbeweglich an dünnhäutigen, warmen Stellen wie zwischen den Zehen, an der Schnauze, dem Bauch oder in den Achseln. Ihre Bisse zeigen sich oft als rote Pünktchen oder Quaddeln, die in kleinen Gruppen auftreten und extrem jucken.
Kokosöl wird häufig als Hausmittel genannt, da es die Haut pflegen und Insekten weniger attraktiv machen kann. Ein Wundermittel ist es aber sicher nicht – zur täglichen Pflege eignet sich ein gezielt abgestimmtes Produkt wie Nature Protect besser.
Nein. Grasmilben leben nicht im Haus weiter. Sie brauchen Gras, Feuchtigkeit und Erde. Dennoch ist es sinnvoll, Hundedecken regelmäßig zu waschen und gründlich zu saugen – einfach, um mögliche Reste oder andere Reizstoffe zu entfernen.