
Getreide und Hunde – Mehr als ein Körnchen Wahrheit. Alles, was du wissen solltest
Das Thema „Getreide für Hunde“ sorgt immer wieder für Diskussionen. Manche Halter schwören auf getreidefreies Futter, während andere auf die Vorteile von Getreide setzen. Aber was stimmt nun wirklich? Kann Getreide gut für Hunde sein, oder ist es besser, darauf zu verzichten?
In diesem Artikel erfährst du alles über die Rolle von Getreide in der Hundeernährung, welche Sorten geeignet sind und worauf du achten solltest – besonders, wenn dein Hund empfindlich auf Getreide reagiert.
Dürfen Hunde Getreide essen?
Ja, Hunde dürfen grundsätzlich Getreide essen, und für viele Vierbeiner kann es sogar ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein. Getreide liefert wertvolle Nährstoffe, die deinen Hund mit Energie und Vitalstoffen versorgen.
- Kohlenhydrate: Getreide ist eine hervorragende Energiequelle, besonders für aktive Hunde, die viel Bewegung haben oder körperlich gefordert werden. Es sorgt dafür, dass dein Hund den ganzen Tag über genug Power hat.
- Ballaststoffe: Diese sind essenziell für eine gesunde Verdauung. Sie fördern eine regelmäßige Darmfunktion, unterstützen die Darmflora und können helfen, Verstopfung oder andere Verdauungsprobleme zu vermeiden.
- Vitamine und Mineralstoffe: Vollkorngetreide liefert wichtige Mikronährstoffe wie B-Vitamine, die für den Energiestoffwechsel deines Hundes wichtig sind, sowie Eisen und Magnesium, die die allgemeine Gesundheit unterstützen.
Aber Achtung: Nicht jeder Hund verträgt Getreide gleich gut. Manche Hunde können es problemlos verdauen, während andere auf bestimmte Getreidesorten empfindlich reagieren oder gar eine Unverträglichkeit entwickeln. Typische Symptome sind Durchfall, Juckreiz oder Blähungen.
Vorteile und Nachteile von Getreide für Hunde
Getreide kann ein wertvoller Bestandteil der Hundeernährung sein – es kommt jedoch auf den individuellen Hund an. Hier sind die wichtigsten Vor- und Nachteile, die du beachten solltest:
Die Vorteile von Getreide:
- Energie für aktive Hunde: Getreide liefert leicht verfügbare Kohlenhydrate, die besonders sportliche Hunde mit Energie versorgen.
- Gesunde Verdauung: Die enthaltenen Ballaststoffe unterstützen eine regelmäßige und gesunde Darmtätigkeit.
- Wichtige Nährstoffe: Vollkorngetreide wie Hafer oder Dinkel steckt voller Vitamine (z. B. B-Vitamine) und Mineralstoffe wie Eisen und Magnesium.
Die Nachteile von Getreide:
- Unverträglichkeiten: Manche Hunde haben Schwierigkeiten, bestimmte Getreidesorten zu verdauen oder reagieren allergisch. Dies kann jedoch nur durch eine Ausschlussdiät zuverlässig festgestellt werden. Insgesamt ist eine Unverträglichkeit seltener, als von vielen Hundehaltern angenommen. Nachweislich gibt es nur bei wenigen Erkrankungen eine tatsächliche Glutenunverträglichkeit beim Hund, wie etwa genetisch bedingt bei manchen Irish Settern oder in Einzelfällen bei paroxysmaler Dyskinesie.
- Qualität zählt: Günstiges Getreide wird manchmal als Füllstoff in minderwertigem Hundefutter verwendet und liefert dann wenig Nährstoffe.
Unser Tipp: Beobachte deinen Hund genau. Wenn er Getreide gut verträgt, kann es eine sinnvolle Ergänzung seiner Ernährung sein. Sollte er jedoch empfindlich reagieren, sind getreidefreie Alternativen wie z.B. Lucky Belly Allergy Fit eine gute Wahl, um seinen individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Hafer, Hirse & Co. – Welches Getreide passt zu deinem Hund?

Nicht jedes Getreide eignet sich gleichermaßen für die Ernährung deines Hundes. Die Wahl hängt von der individuellen Verträglichkeit und den Bedürfnissen deines Vierbeiners ab. Hier sind die besten Getreidesorten, die nicht nur nahrhaft, sondern auch gut verdaulich sind:
Die besten Getreidesorten für Hunde:
Reis:
Reis ist leicht verdaulich und besonders gut geeignet für Hunde mit empfindlichem Magen. Er hilft bei Verdauungsproblemen wie Durchfall und ist eine ideale Kohlenhydratquelle nach Erkrankungen oder Operationen.
Haferflocken:
Haferflocken sind reich an Ballaststoffen, die die Darmgesundheit unterstützen und für eine gesunde Verdauung sorgen. Sie sind zudem schonend für den Magen-Darm-Trakt und eine tolle Wahl, wenn dein Hund etwas mehr „Füllstoff“ im Futter benötigt.
Hirse:
Diese glutenfreie Getreidesorte ist eine wunderbare Alternative für Hunde mit Glutenunverträglichkeit. Hirse liefert wichtige Mineralstoffe wie Eisen und Magnesium, die die allgemeine Gesundheit fördern.
Vollkornprodukte (Dinkel, Gerste):
Vollkornprodukte wie Dinkel und Gerste sind nahrhaft und enthalten mehr Ballaststoffe und Nährstoffe als ihre raffinierten Varianten. Sie liefern Energie und unterstützen die Verdauung deines Hundes, besonders wenn er sehr aktiv ist.
Unser Tipp: Wähle hochwertiges Hundefutter, das auf die individuellen Bedürfnisse deines Hundes abgestimmt ist. Achte dabei auf klare Deklarationen der Inhaltsstoffe. So stellst du sicher, dass dein Hund von den Vorteilen des richtigen Getreides profitiert.

Fasern fürs Wohlbefinden – Warum Ballaststoffe unverzichtbar sind
Ballaststoffe sind essenziell für die Gesundheit deines Hundes. Sie regulieren die Verdauung, fördern eine gesunde Darmflora und sorgen für ein längeres Sättigungsgefühl – ideal, wenn dein Hund sein Gewicht halten oder abnehmen soll. Mit der richtigen Menge an Ballaststoffen förderst du die Gesundheit deines Hundes und sorgst für eine ausgeglichene Verdauung – egal ob mit oder ohne Getreide.
Warum sind Ballaststoffe wichtig?
- Verdauung: Unterstützen die natürliche Darmbewegung und helfen bei Problemen wie Durchfall oder Verstopfung.
- Darmflora: Präbiotische Ballaststoffe dienen als Nahrung für gute Darmbakterien und stärken das Immunsystem.
- Sättigung: Ballaststoffe quellen im Magen auf und helfen, das Hungergefühl zu reduzieren.
Ballaststoffe auch ohne Getreide?
- Gemüse: Kürbis, Karotten und Süßkartoffeln liefern Ballaststoffe auf natürliche Weise.
- Snacks: Produkte wie Lucky Belly Allergy Fit bieten getreidefreie Ballaststoffe und sind speziell für Hunde mit Allergien geeignet.
Warum vertragen manche Hunde kein Getreide?
In wenigen Fällen reagieren Hunde empfindlich auf Getreide, was sich durch verschiedene Symptome äußern kann:
- Verdauungsprobleme: Durchfall, Erbrechen oder Blähungen können auftreten.
- Bauchschmerzen: Hunde zeigen Unruhe, schlecken vermehrt am Bauch oder verweigern Futter.
- Hautprobleme: Juckreiz, Rötungen oder Ausschläge deuten auf eine mögliche Unverträglichkeit hin.
Um festzustellen, ob tatsächlich eine Unverträglichkeit oder Allergie vorliegt, ist eine Ausschlussdiät erforderlich. Bei einer nachgewiesenen Getreideunverträglichkeit kann eine getreidefreie Ernährung helfen, die Beschwerden zu lindern. Für betroffene Hunde gibt es schonende und gesunde Alternativen.
Ohne Korn, mit Klasse – Die besten Alternativen für empfindliche Hunde
Auch ohne Getreide kannst du die Ernährung deines Hundes ausgewogen und gesund gestalten. Hier sind zwei hilfreiche Ansätze:
Ballaststoffe ohne Getreide
Ballaststoffe sind essenziell für eine funktionierende Verdauung – auch bei getreidefreier Ernährung:
- Easy Squeezy: Dieser Snack ist komplett getreidefrei und speziell für Hunde mit empfindlichem Magen entwickelt. Er unterstützt die Verdauung und hilft, die Analdrüsen auf natürliche Weise zu entleeren.
- Lucky Belly Allergy Fit: Mit Insektenprotein und ohne weiteres tierisches Protein ist dieser Snack besonders schonend. Präbiotika und Ballaststoffe fördern zusätzlich die Darmgesundheit – ideal für empfindliche oder allergische Hunde.

Easy Squeezy
Analdrüsen-Snacks

- fördert eine bessere Kotkonsistenz Mehr erfahren
- unterstützt die natürliche Entleerung der Analdrüsen
- fördert die Darmtätigkeit
- erhöht das Kotvolumen und bindet Wasser
Fazit
Ob Getreide in den Napf gehört, hängt von den individuellen Bedürfnissen deines Hundes ab. Für viele Hunde ist es eine wertvolle Energiequelle und leicht verdaulich. Andere kommen besser mit getreidefreien Alternativen zurecht, insbesondere bei nachgewiesenen Unverträglichkeiten.
Der Glaube, dass Hunde Getreide grundsätzlich schlecht verdauen können, ist jedoch ein Mythos. Tatsächlich hat sich der Verdauungstrakt des Hundes im Laufe der Domestikation an eine stärkereiche Ernährung angepasst. Hunde besitzen mehr Gene für die Stärkeverdauung als ihre wilden Vorfahren, die Wölfe, und können daher Getreide in der Regel sehr gut verwerten.
Produkte die oben von uns genannt wurden sind komplett getreidefrei und bieten eine hochwertige Unterstützung bei der Ernährung. Wenn du unsicher bist, ob Getreide die richtige Wahl für deinen Hund ist, sprich mit deinem Tierarzt, um die ideale Ernährungsweise für deinen Vierbeiner zu finden.
Quellen
National Research Council (U.S.): Nutrient Requirements of Dogs and Cats
Hand, Thatcher, Remillard, Roudebush: Klinische Diätetik für Kleintiere
Jürgen Zentek (Hrsg. H. Meyer): Ernährung des Hundes
Heike Oppmann (Tierärztliche Hochschule Hannover): Ernährungsphysiologische Studien am Hund
Tina Marie Hämpke (Tierärztliche Hochschule Hannover): Der Einfluss der Ernährung auf Neurophysiologie und Verhalten des Hundes
Gisela Bolbecher, Natalie Dillitzer: Ganzheitliche Ernährung für Hund und Katze
Pibot, Biourge, Elliot: Enzyklopädie der klinischen Diätetik des Hundes
Suter, Kohn, Schwarz: Praktikum der Hundeklinik
FAQ – Antworten auf häufig gestellte Fragen
Reis, Haferflocken, Hirse, Dinkel sowie Mais gelten als leicht verdaulich und gut verträglich. Vollkornvarianten sind besonders nährstoffreich und liefern wichtige Ballaststoffe.
Ja, Hunde können auch ohne Getreide eine ausgewogene Ernährung erhalten. Kartoffeln, Süßkartoffeln oder andere kohlenhydrathaltige Zutaten können Getreide ersetzen. Wichtig ist, dass alle Nährstoffe abgedeckt sind.
Typische Anzeichen einer Unverträglichkeit sind:
- Blähungen oder Durchfall
- Hautprobleme wie Juckreiz oder Rötungen
- Müdigkeit oder Appetitlosigkeit
Wichtig: Diese Symptome allein reichen nicht aus, um eine Getreideunverträglichkeit sicher zu diagnostizieren. Der einzige Weg, dies zuverlässig festzustellen, ist eine Ausschlussdiät. Dabei wird schrittweise überprüft, welche Futtermittel dein Hund verträgt, indem verdächtige Zutaten, wie bestimmte Getreidesorten, aus der Ernährung entfernt und später gezielt wieder eingeführt werden. So kannst du herausfinden, ob tatsächlich eine Unverträglichkeit oder Allergie vorliegt.
Das hängt vom Hund ab. Kartoffeln sind glutenfrei und besonders für Hunde mit Unverträglichkeiten geeignet, während Getreide mehr Ballaststoffe liefert.
Nicht zwingend, denn Hunde sind Allesfresser und können auch ohne Getreide alle wichtigen Nährstoffe aufnehmen. Dennoch ist Getreide eine hervorragende Energiequelle und wird von den meisten Hunden problemlos verdaut. Ob es Teil der Ernährung deines Hundes sein sollte, hängt von seinen individuellen Bedürfnissen und seiner Verträglichkeit ab.
Getreidefreie Produkte wie Lucky Belly Allergy Fit können helfen, die Ernährung auszugleichen und bei Verdauungsproblemen zu unterstützen.